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Kommandant Robert Mayrhofer

06. 01. 1986 - 06. 01. 1988

Robert Mayrhofer
Sein Stellvertreter:
Herbert BAUMGARTNER 06. 01. 1986 - 06. 01. 1988

Generationswechsel

Das Jahr 1986 bedeutet das Ende einer langen und erfolgreichen Kommandantenperiode. Unser Kommandant Hauptbrandinspektor Franz Mayrhofer legt aus Altersgründen seine Funktion an der Spitze unserer Wehr zurück. Diese 18 Jahre sind nach Hauptmann Robert Hain die zweitlängste Kommandantendienstzeit in der Geschichte unserer Feuerwehr. Unter seiner Führung hat unsere Wehr eine moderne Ausstattung an Einsatzfahrzeugen erhalten, und wir haben jene Größe des Mannschaftsstandes erreicht, den wir auch heute aufweisen. So wird in der Generalversammlung am 6. Jänner 1986 das Kommando neu gewählt. Robert Mayrhofer löst seinen Vater an der Spitze unserer Feuerwehr ab. Er übernimmt nach erfolgter geheimer Wahl die Agenden des Kommandanten und Herbert Baumgartner wird sein Stellvertreter. Zum Leiter des Verwaltungsdienstes wird wieder Erich Tanzler bestellt.

Einsatzort: Südautobahn

Mit Beginn des Jahres 1986 und zugleich mit dem Beginn der Dienstzeit unseres neuen Kommandanten wird unserer Feuerwehr ein Autobahnteilabschnitt auf der A2, der Südautobahn, als Einsatzbereich zugewiesen. Die Strecke von der Auffahrt in Petersbaumgarten bis zur steirischen Landesgrenze ist von uns zu betreuen. Zu hohes Fahrtempo, rücksichtslose Überholmanöver und ein Geisterfahrer sind das Ergebnis, dass wir zwölf mal zu Auto- und Personenbergungen ausrücken müssen. Ein Toter und sechs Schwerverletzte erhöhen die traurige Unfallbilanz.

Heftige Schneefälle und tiefe Temperaturen führen im Februar des Jahres1986 zu einem wahren Schneechaos auf der Autobahn. Vier Tage lang stehen unsere Feuerwehrkameraden im Dauereinsatz, um steckengebliebene und abgerutschte Autos zu bergen.

Auch die noch bestehenden Autobahnbaustellen der Firmen Lang und Menhofer sowie Vorspann-Technik werden von uns mit dem Tanklöschwagen versorgt. Von März bis Mai werden insgesamt 189.000 Liter Wasser zu den Baustellen befördert.

Schließlich muss noch im September desselben Jahres ein in Brand stehender Autobus gelöscht und die Insassen in Sicherheit gebracht werden.

Gerüstet für das "Schlachtfeld Straße"

Durch die Zuteilung eines Einsatzbereiches auf dem neu erbauten Teilstück der Südautobahn, ist die Notwendigkeit ein modernst ausgestattetes Kleinrüstfahrzeug zu besitzen, mehr denn je gegeben. 1985 bestellt und geliefert, wird dieses Auto, der VW LT 35 mit hydraulischer Schnellangriffseinrichtung, 1986 im Rahmen des Pfingstfestes feierlich seiner Bestimmung übergeben. Die Segnung nimmt unser Pfarrer von Edlitz Kons.Rat Prior Gerhoch Schmidt vor. Patin wird Frau Ingrid Spies. Schon in kürzester Zeit bewährt sich dieses neue Fahrzeug außerordentlich. Vor allem die hydraulische Schnellangriffseinrichtung mit Spreitzer und Schere kann bei vielen Menschenrettungen erfolgreich eingesetzt werden.

Das Thema: Feuerwehrhausbau

Das Feuerwehrhaus auf dem Rathausplatz entspricht nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Eine beengte Raumsituation für Fahrzeuge, Geräte und Mannschaft führt dazu, dass ein Fahrzeug in einer Gemeindegarage untergebracht werden muss.

Mannschaftsbesprechungen können nur stehend oder in anderen Lokalen durchgeführt werden. Schlecht geparkte Autos versperren oft die Feuerwehrausfahrt, wenn zu einem Einsatz gerufen wird. Eine rasche Lösung des Problems ist daher dringend notwendig. In Kommandositzungen und Besprechungen steht dieses Thema immer wieder auf der Tagesordnung. Umbau oder Neubau sind Fragen, mit denen sich jeder beschäftigt, der mit der Feuerwehr zu tun hat. Eine entgültige Entscheidung darüber fällt jedoch erst einige Jahre später.

Geleit zum Friedhof

Unsere Wehr unter der Führung von Kommandant Robert Mayrhofer muss abermals von zwei verdienten Menschen und Förderern Abschied nehmen. Großzügig war stets ihre Unterstützung, die sie uns entgegengebracht haben. In trauriger Erfüllung unserer Pflicht begleiten wir unsere Feuerwehrpatin Elisabeth Wöhrer und unser Ehrenmitglied und Altbürgermeister von Thomasberg Ökon.Rat Josef Dienbauer zu ihren letzten Ruhestätten.


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