| zurück: Inhalt | weiter: Feuerwehrwesen | Inhalt |
Kurzer Abriss aus der Geschichte und Entwicklung des Ortes
|
|
Die Namensgebung des Ortes stammt vom Geschlecht der Grimmensteiner, die vor rund 800 Jahren, bis zum Jahr 1239, auf dem Kulmriegel drei Burganlagen (Hintergrimmenstein - Kleinberg, Hochgrimmenstein - Kulmriegelspitze und Vordergrimmenstein - am Südosthang des Kulmriegels) bewohnten.
Der Name GRIMMENSTEIN wird 1146 erstmals urkundlich erwähnt. Die Sage von "Kuno dem Wilden" (Kuno der Prem = Blutsauger), festgehalten in einem Gedicht von P. Willibald Leeb (1892), ist noch allgemein bekannt. Mit Albero II. von Grimmenstein entfaltete sich das Geschlecht der Grimmensteiner zu seiner höchsten Blüte. Nicht weniger als 30 mal scheint er als Urkundszeuge des Herzogs Leopold VI. von Babenberg (1198-1230) auf. 1201 war Albero II. v. Grimmenstein "ludex proviniciae" (Landrichter), 1203 nahm er eines der höchsten Ämter ein, nämlich das des "pincerna Stiriae de Grymstaine", des Mundschenken. Nach wechselvollen Schicksalsjahren wurde die Burg am Südosthang des Kulmriegels im 15. Jhdt. abgedeckt und 1470 übergab Kaiser Friedrich III. die "öde Veste Grimmenstein" dem St. Georgs Ritterorden.
Die eigentliche Gründung der Gemeinde Grimmenstein erfolgte 1850 durch die Aufteilung des Grundbesitzes am und um den Kulmriegel an die hier ansässigen Bauern der Umgebung.
Die entscheidenste Weichenstellung in wirtschaftlicher Hinsicht erfuhr die Gemeinde Grimmenstein am Ende des 19. Jahrhunderts:
| 1881 | Eröffnung der Aspangbahn (Bahnstation Edlitz-Grimmenstein) |
| 1883 | Eröffnung der Nestlé-Kindernahrungsfabrik (seit 1990 Fa. Vollkraft als Nachfolgebetrieb) |
| 1891 | Post- und Telegraphenamt Grimmenstein |
| Der Ortsteil Hochegg war in den Jahren 1931-1967 eine eigenständige Gemeinde. Wegen der besonders günstigen heilklimatischen Bedingungen wurde während der Jahrhundertwende der Ortsteil Hochegg weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt. | |
| 1898 | Errichtung eines Privatsanatoriums für Lungenerkrankungen |
| Seit 1972 modernes Rehabilitationszentrum der PVAng. (mit 261 Betten die größte Anstalts Österreichs für Lungen-, Herz- und Kreislauferkrankungen) | |
| 1918 | Errichtung einer Heilstätte für lungenkranke Soldaten des 1. Weltkriegs |
|
1922 - von der Gesellschaft vom Österr. Roten Kreuz übernommen 1981 - vom Land NÖ übernommen, um den Weiterbestand zu sichern. 1998 - Eröffnung eines neuerrichteten NÖ Landeskrankenhauses mit den Abteilungen Pulmologie, Orthopädie, Neurologie und einem abgeschlossenen NÖ Landespflegeheim mit insgesamt 199 Betten im Areal des NÖ Landeskrankenhauses. |
|
| 1927 | Errichtung der Waldpension als Hotelrestauration mit Cafe |
|
1960 - Übernahme durch die Hilfsgemeinschaft der Blinden
und Sehschwachen Österreichs 1997 - Eröffnung der neuerrichteten Waldpension für 100 blinde und sehbehinderte Mitbürger durch die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs in Hochegg. |
Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Ende der Besatzungszeit (1955) ermöglichte die Schaffung vieler kommunaler Einrichtungen, von denen hier nur die wesentlichsten aufgezeigt werden sollen:
| 1955 | Errichtung der 4-klassigen Volksschule |
| 1960 | Weihe der Kirche "St. Joseph" (zur Pfarre Edlitz gehörig) in Grimmenstein. |
| 1972 | Gemeindezentrum mit Rathaus, Post, Raiffeisenkasse und Veranstaltungssaal, Gemeindearzt- und Zahnarztpraxis. |
| 1973 | 2-gruppiger NÖ Landeskindergarten in Grimmenstein |
| 1986 | Inbetriebnahme einer modernen Kläranlage |
| 1993 | 1-gruppiger NÖ Landeskindergarten in Hochegg |
| 1994 |
Gendarmerieposten in Grimmenstein. Errichtung von Wohnhausanlagen in den Ortsteilen Grimmenstein und Hochegg. Erdgasversorgung für die Ortsteile Grimmenstein und Hochegg. Errichtung von zeitgemäßen Feuerwehrgerätehäusern in Grimmenstein und Hochegg. Seit 1996 ist die Marktgemeinde Grimmenstein Klimaschutzgemeinde. |
Mit Beschluss des NÖ Landtages vom 18. Juli 1972 wurde die Gemeinde Grimmenstein zur MARKTGEMEINDE erhoben.
| zurück: Inhalt | weiter: Feuerwehrwesen | Inhalt |