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Kommandant Franz Bernsteiner

09. 01. 1927 - 27. 01. 1935

Franz Bernsteiner
Seine Stellvertreter:
Anton KIRNER 09. 01. 1927 - 10. 01. 1932
Josef FICHTL 10. 01. 1932 - 27. 01. 1935

Schwierige Zeiten in der Wehr

Unerwartet stirbt am 30. Oktober 1926 unser Hauptmann Robert Hain. Zwanzig Jahre hindurch hat er die Tätigkeiten unserer Feuerwehr gelenkt und geleitet. Als Gründungsmitglied und Feurwehrmann ist er selbst stets ein Rad im Uhrwerk der Feuerwehr gewesen, und hat auch in schwierigen Zeiten mit viel Geschick, Ausdauer und Durchsetzungsvermögen den Verein weitergeführt. So ist es notwendig bei der Generalversammlung im Jänner 1927 Ergänzungswahlen durchzuführen. Hauptmannstellvertreter Franz Bernsteiner übernimmt die Agenden des Hauptmannes, Zeugwart Anton Kirner die des Hauptmannstellvertreters und August Brückler hat in einer Doppelfunktion den Posten des Zeugwarts und Kassiers inne. Die Witwe unseres verstorbenen Hauptmannes Frau Hain wird zum unterstützenden Ehrenmitglied unserer Wehr ernannt.

Übersiedlung in andere Orte und Austritte von Feuerwehrmännern aus unserer Wehr führen in den folgenden Jahren immer wieder zu geringfügigen Änderungen im Vorstand. Bereits im Jahre 1928 wird Franz Carhaun zum neuen Kassier in unserer Feuerwehr bestellt. Hyronimus Mrakawa ist zunächst Spritzenzugsführer, später Schlauchführer und Spritzenzugsführerstellvertreter. Jakob Kronaus übernimmt von ihm im Jahre 1932 die Funktion des Spritzenzugsführers. Zum Steigerzugsführer wird Johann Heißenberger gewählt, seine Stellvertreter sind zunächst Johann Sagmeister, dann Adolf Kapfenberger. August Brückler behält den Posten als Zeugwart. Nach dreizehnjähriger Tätigkeit als Schriftführer in unserem Verein übernimmt Josef Fichtl im Jahre 1932 noch zusätzlich die Stelle des Hauptmannstellvertreters. Neu geschaffen wird im Jahre 1929 der Posten des Motorspritzenführers. Anton Igler erklärt sich bereit diesen zu übernehmen.

Brand im angrenzenden Gemeindegebiet Edlitz

Im Buch "Edlitz - unsere Heimatgemeinde" befindet sich der Bericht über einen Brand im Jahre 1934.

"Am 19. April 1934 ... brach im Anwesen des Landwirtes Johann Pleyer in Edlitz zerstreut Nr. 3 in der Scheune ein Schadenfeuer aus, wodurch die Scheune in geringfügiger Weise beschädigt, die Preßanlage zerstört und zirka 200 kg Häcksel verbrannten."

Da sich keine Einsätze im Protokollbuch unserer Feuerwehr aus dieser Zeit befinden, jedoch die geographische Lage des Brandobjektes es zulässt, kann vermutet werden, dass unsere Feuerwehrkameraden bei der Brandbekämpfung mitgewirkt haben.

Ebbe in der Vereinskasse

Der Barbestand in unserer Vereinskasse ist verschwindend gering. Da aber die Ausrüstung, die Geräte und die Bekleidung für die Mannschaft dem ständigen Bedarf und Zweck entsprechen muss, wird der Rotstift dort angesetzt, wo eine Neuanschaffung nicht dringend erforderlich ist. Dinge, wie Helme und Gurte, die durch oftmalige Verwendung abgenützt sind, werden daher nur in Reparatur gegeben, 20 Zwilchblusen neu bestellt. Ermöglicht wird jedoch der Ankauf einer neuen Motorspritze, der IB 48, durch den Reingewinn einer großen Volkstombola. So versucht unsere Feuerwehr auch in dieser schwierigen Zeit stets einsatzbereit zu sein.


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