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Da unser bisheriger Kommandant Robert Mayrhofer zurücktritt, müssen im Jahre 1988 abermals Neuwahlen erfolgen, bei denen Herbert Baumgartner als Kommandant unserer Wehr hervorgeht. Sein Stellvertreter wird Franz Kerschbaumer, der in dieser Funktion schon tätig gewesen ist. Alle anderen Posten bleiben in ihrer Besetzung unverändert. Eine Änderung im Personalstand unseres Kommandos ergibt sich erst 1993, als Erich Tanzler nach 17jähriger Tätigkeit die Stelle des Leiters des Verwaltungsdienstes abgibt. Sein bisheriger Stellvertreter Johann Schwarz übernimmt nun diese Funktion. Neuer Stellvertreter im Verwaltungsdienst wird Thomas Baumgartner. Die letzten Neuwahlen im Jahre 1996 ergeben schließlich jenes Kommando, das auch im derzeit an der Spitze unserer Wehr steht. Unser Kommandant-Stellvertreter der letzten Jahre Franz Kerschbaumer lehnt dabei eine abermalige Kandidatur aus Altersgründen ab. Er wird anschließend zum Ehrenoberbrandinspektor befördert. Bei der Wahl schließlich wurde einstimmig als neuer Kommandant-Stellvertreter Josef Ulrich gewählt. Unser seit 1988 im Amt befindlicher Kommandant Herbert Baumgartner wird ebenso einstimmig wiedergewählt. Zum Leiter des Verwaltungsdienstes wird abermals Johann Schwarz bestellt.
Unser Führungsteam besteht seither aus dem Kommandanten Herbert Baumgartner, seinem Stellvertreter Josef Ulrich und dem Leiter des Verwaltungsdienstes Johann Schwarz.
1998 wird unser Kommandantstellvertreter Josef Ulrich in eine besondere Funktion gewählt. Nachdem der bisherige Unterabschnittskommandant Karl Grill von der FF Grimmenstein-Kirchau sein Amt zur Verfügung stellt, wird unser Kommandantstellvertreter am 13. Februar in diese Funktion gewählt. Im Jahr 2001 wird Josef Ulrich schließlich zum Abschnittskommandant-Stellvertreter gewählt und ist somit der erste Kamerad in der Geschichte unserer Feuerwehr der eine Funktion dieses Ranges bekleidet. Zuvor hatten lediglich Ehrenmitglied Adolf Kapfenberger und unser Ehrenkommandant EHBI Franz Mayrhofer als Bezirksfeuerwehrräte des Feuerwehrbezirkes Aspang (heute vergleichbar mit der Funktion eines Unterabschnittskommandanten) eine überörtliche Funktion inne.
Die Einsatztätigkeit am Beginn der Dienstzeit unseres Kommandanten Herbert Baumgartner ist weiterhin von einer großen Vielfalt geprägt, die Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Fahrzeug-, Wald- und Flurbränden aber auch Ausrückungen zu Kanalgebrechen, Auspumparbeiten nach Rohrbrüchen, Behebung von Sturmschäden und vieles mehr umfassen.
Vor allem sind es aber Ausrückungen zu technischen Einsätzen - hauptsächlich zu Verkehrsunfällen auf der B54 sowie der Südautobahn - die einen Großteil unserer Arbeit ausmachen.
Im Jahr 1991 geht schließlich die Zahl der Einsatzleistungen bei den Verkehrsunfällen zurück, da der Abschnitt der Südautobahn neu aufgeteilt wird und daher nicht mehr zu unserem Bereich gehört.
Zu einem der verheerendsten Ereignisse kommt es aber 1989 als wir zu einem Hochwassereinsatz nach Feistritz und Kirchberg gerufen werden. Als die ersten Befürchtungen laut werden, dass durch das ständige Ansteigen der Wassermassen im Feistritzbach die Fluten auch Grimmenstein betreffen können, werden wir schon zurückgerufen. 37 Mann unserer Wehr stehen 115 Stunden lang im Einsatz. Wie gefährlich Tätigkeiten im Zuge von Hochwasserkatastrophen sein können, zeigt auf tragische Weise dieser Hochwassereinsatz. In Kirchberg werden zwei Feuerwehrmänner von einer Mure erfasst und getötet. Die nächsten Tage stehen wir mit den anderen Wehren unseres Abschnitts im Einsatz, um die vermissten Kameraden zu suchen. Einer der beiden Verunglückten wird erst bei Baggerarbeiten zwei Monate später gefunden. In trauriger Pflichterfüllung begleiten wir die Kameraden Anton Schwarz von der FF Kirchberg und Josef Tauchner von der FF St. Corona unter großer Anteilnahme zu ihrer letzten Ruhestätte.
Waldbrände stellen immer wieder die Feuerwehr vor große Löschprobleme. Ist es die starke Trockenheit des Sommers, durch böigen Wind angefachter Funkenflug oder die weite und oft schwierige Anfahrt zum Brandplatz, die eine rasche Brandbekämpfung erschweren. Als im Jahre 1992 ausgedehnte Waldflächen des Schneebergs in Brand stehen, rückt auch unsere Wehr zur Feuerbekämpfung aus. Mit den anderen Feuerwehren des Bezirks, Löschflugzeugen und Hubschraubern mit Löschwasserbehältern kann der Großbrand nach drei Tagen intensiver Arbeit unter Kontrolle gebracht werden.
Infolge eines Bezirksalarms sind wir auch rasch zur Stelle, als im Jahr darauf ein Teil des Föhrenwaldes an der Südbahnstrecke in Flammen steht. Innerhalb eines Tages kann jedoch der Brand mit vereinten Kräften gelöscht werden.
Ende des Jahres 1992 müssen wir schließlich einen Großbrand im eigenen Ort bekämpfen. Am 28. Dezember bricht ein Feuer in der Tischlerei Kronaus in Hütten aus. Starker Funkenflug und eisige Kälte erschweren den Einsatz. Nach fünf Stunden intensiver Brandbekämpfung, wobei ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und die Maschinenhalle verhindert werden kann, ist das Feuer gelöscht. 21 Feuerwehren mit 326 Mann haben dabei - unter dem Kommando unseres Kommandanten - 2020 Einsatzstunden geleistet.
Unterstrichen wird die vielseitige Tätigkeit unserer Feuerwehrkameraden aber auch, wenn es beispielsweise gilt caritative Aktionen durchzuführen, einen Wetterballon zu bergen oder eine entkommene Hornviper einzufangen.
Ab dem Jahre 1995 kann eine rückläufige Tendenz bei der Zahl der Einsätze beobachtet werden. Daher ist es notwendig, den Ausbildungsstand innerhalb der Wehr durch Übungen auf hohem Niveau zu halten. Durch die neu geschaffene Funktion des Feuerwehrausbildners - diese Stelle hat Josef Ulrich inne - wird dies erreicht, und die Übungstätigkeit nimmt stark zu. Großangelegte Unterabschnittsübungen, wie beim Raiffeisenlagerhaus, bei der Tischlerei Weninger, in der Volksschule in Grimmenstein, am Kulmriegel sowie im neuen LKH Hochegg, sollen vor allem die Koordination zwischen den Feuerwehren weiter festigen.
Diese intensive Übungstätigkeit bewährt sich auch in den Folgejahren bei diversen Brandeinsätzen, wo eine effiziente Zusammenarbeit der Feuerwehren gefordert ist. So seien die sich im Jahr 1998 ereignenden größeren Brandeinsätze erwähnt, die einen Flur- und Schuppenbrand in Grub, einen Waldbrand in Kunstgraben, den Brand in der Tischlerei List in Olbersdorf und einen Wohnungbrand in Hochegg umfassen.
Nach dem bereits erwähnten Hochwassereinsatz 1989 in Feistritz und Kirchberg und weiteren Unwettereinsätzen 1991 in Grimmenstein und 1996 in Kirchau verwüstet eine große Hochwasserkatastrophe 1997 weite Teile Niederösterreichs, wobei unsere Feuerwehr in Gloggnitz eingesetzt wird. Noch im selben Jahr steht unsere Wehr ungefähr ein Monat später aber auch im eigenen Ort im Hochwassereinsatz, wobei vor allem der Bereich Walli-Siedlung, Koppermühlenweg und Berggasse von Vermurungen und Überschwemmungen betroffen ist.
Im Jahr 1999 ereignet sich schließlich eine der schwersten Unwetterkatastrophen, die unsere Gemeinde je erfahren mußte. Bereits nach Unwettern mit starken Regenfällen am 28. Mai und 28. Juni dieses Jahres, die zu starken Vermurungen u.a. auf der Hochegger Straße führen, bricht am 7. August über das Gebiet Warth-Kirchau-Grimmenstein ein Unwetter herein, das zu größten Schäden an Häusern, Straßen und landwirtschaftlichen Kulturen führt. Unsere Wehr wird von der FF Grimmenstein-Kirchau zu Hilfe gerufen, da ganze Ortsteile einem See gleichen. Unseren Teilen im betroffenen Einsatzgebiet ist jedoch nach kurzer Zeit jeglicher Rückweg versperrt, da Muren und Sturzbäche die Straßen unbefahrbar machen. So haben andere Feuerwehren des Bezirkes die vielen Einsätze in unserer Ortschaft zu bewältigen. Noch am selben Tag nimmt unser Bürgermeister, Hermann Bernsteiner, der von Kommandant-Stellvertreter HBI Josef Ulrich über die katastrophale Lage informiert wird, Kontakt zu den zuständigen Behörden auf. So treffen am nächsten morgen weitere Einsatzkräfte, nämlich der FuB-Zug des Abschnittes Gloggnitz zur Unterstützung der vielen Freiwilligen Helfer ein. Am 9. August wird dieser Zug dann von der gesamten 14. FuB-Bereitschaft (Bezirk Mödling) abgelöst. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überzeugt sich persönlich vom Ausmaß der Unwetterkatastrophe und spricht allen eingesetzten Kräften den Dank des Landes Niederösterreich für deren übermenschlichen Leistungen aus. Auch das Österreichische Bundesheer rückt mit einer Pionierkompanie aus Villach an, um sich an der Instandsetzung der Straßen und Brücken und den Aufräumarbeiten zu beteiligen. Insgesamt leisten im Rahmen dieses Unwettereinsatzes in unserem Einsatzgebiet 426 Mann von 55 Feuerwehren mit über 120 Einsatzfahrzeugen 2.738 Gesamteinsatzstunden. Unsere Feuerwehr leistet dabei 536 Gesamteinsatzstunden davon allein 176 Stunden in der Einsatzleitstelle im Feuerwehrhaus Grimmenstein und 40 Stunden im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung in Kirchau. Offiziell wird der Katastrophenzustand am 11. August aufgehoben, doch die Beseitigung der Folgen und die Maßnahmen, zukünftig eine solche zu verhindern, dauern noch einige Monate an.Ein schwerwiegender Brandeinsatz im Jahr 2000 war der Brand des Sägewerkes Holzhof Schmidt in Aspang-Frankenau am 29. April 2000, wo wir über 10 Stunden mit 21 Mann im Einsatz standen, um die örtlich zuständige Feuerwehr zu unterstützen. Bei Ankunft am Einsatzort standen das Trockenhaus, das Hobelwerk sowie das Sägespänelager im Vollbrand. Ein Übergreifen des Brandes auf weitere Gebäude und das angrenzende Waldstück konnte verhindert werden. Die Alarmierung erfolgte um 07.47 Uhr morgens, "Brand aus" konnte um ca. 20.00 gemeldet werden. Insgesamt standen 11 Feuerwehren mit 270 Mann im Einsatz.
Dazu steht im Protokollbuch vermerkt:
"Nun endlich ist es so weit. Bei prächtigem Herbstwetter finden sich über 30 Kameraden unserer Wehr und die Feuerwehrjugend im alten Feuerwehrhaus ein, um beim Umzug mitzuhelfen. Bis dahin sind von den Kameraden 4972 Stunden an Eigenleistungen und aus eigenen finanziellen Mitteln der Feuerwehr S 1.394.000,-- für den Feuerwehrhausbau aufgewendet worden. Dabei gilt ein besonderer Dank der Gemeindebevölkerung, die durch ihre großzügigen Spenden bei den abgehaltenen Haussammlungen wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben. Schließlich ist noch die große Unterstützung durch die Gemeinde und durch Herrn Bgm. Hermann Bernsteiner zu erwähnen, die die Verwirklichung dieses Projekts erst ermöglicht haben."
"Exakt um 11,50 Uhr"
- wie es ebenfalls vermerkt steht - "sendet die Sirene erstmals vom Dach unseres neuen Feuerwehrhauses ihren Proberuf aus."Eine in unserem Ort traditionsreiche Veranstaltung, der Ball der Feuerwehr, wird 1992 das letzte Mal abgehalten. Da die Bälle der vorangegangenen Jahre stets defizitär sind, wird beschlossen, auf diese Ballveranstaltung bis auf weiteres zu verzichten. Statt der Ballsammlung wird daraufhin eine alljährliche Haussammlung durchgeführt, die von 1993 bis 1997 im Zeichen des Feuerwehrhausbaues steht. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist dabei überwältigend groß. Das traditionelle Pfingstfest wird um Sektbar und Weinkost erweitert. Die daraus resultierenden finanziellen Erfolge sind für die Aufrechterhaltung unseres Feuerwehrbetriebes unentbehrlich.
So wird im Jahre 1990 eine dringend notwendig gewordene Anschaffung getätigt. Es ist dies der Ankauf eines VW Caravelle , der in weiterer Folge zu einem Kommandofahrzeug umgebaut wird. Zugleich kann die nötige Funksirenensteuerung zusammen mit zehn Personenrufempfängern bestellt werden, damit eine schnellere Alarmierung möglich ist. In den weiteren Jahren wird u.a. neben der Aufstockung der Zahl an Personenrufempfängern in zunehmenden Maße auch in die Verbesserung der persönlichen Schutzausrüstung der Mannschaft investiert. Neue Einsatzjacken und Einsatzhelme der Marke Dräger Gallet sowie neue Einsatzoveralls sollen die Sicherheit im Einsatz weiter erhöhen. Schließlich kann im Jahr 2000 die Anschaffung eines Kranfahrzeuges vorgenommen werden. Dabei handelt es sich um einen Gebraucht-LKW der Marke Mercedes 2044 AF mit Aufbau eines neuen HIAB-Ladekranes 175-5. Im Jahr 2001 stelle der Ankauf von drei Atemschutzgeräten die wesentlichste Investition im Jahr dar.
Die Teilnahme an diversen Leistungsbewerben nimmt großen Aufschwung. Nicht nur die Wettkampfgruppen unserer Wehr erringen ihre Leistungsabzeichen in Bronze und Silber, auch bei den Einzelbewerben sind unsere Kameraden vertreten. So erwerben die Kameraden Herbert Baumgartner und Bernd Wagner das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. Im Jahr 2001 können wir uns wieder mit zwei jungen Kameraden freuen, die zum FLA in Gold antraten. Matthias Edlhofer und Markus Ungersböck konnten bei den Bewerben in Tulln die ausgezeichneten Ränge 12 und 21 unter 204 Bewerbern erreichen und belegten in der Bezirkswertung die Ränge 1 und 3. Mit Doppelgold ausgestattet - d.h. sowohl Feuerwehr- als auch Funkleistungsabzeichen in Gold - sind Josef Ulrich und Johann Schwarz, sowie Kurt Waldherr und Klaus Kapfenberger. Diese außerordentlichen Erfolge bei Leistungsbewerben sind das Zeugnis einer Mannschaft, auf die unsere Feuerwehr auch in Zukunft setzen kann.
In das Jahr 1993 fällt nicht nur der Spatenstich zum Bau des neuen Feuerwehrhauses, sondern es ist auch das Gründungsjahr der Feuerwehrjugend Grimmenstein-Markt. Die Jugendführer Franz Edlhofer und Leopold Brandstetter betreuen ab Mai sechs Buben in ihrer Gruppe. Es sind dies Andreas Ungersböck, Robert Rehberger, Gerhard Hammer, Johannes Tanzler, Thomas Knöchl und Matthias Edlhofer. Mit der Gründung der Feuerwehrjugend soll auch gesichert werden, dass in Zukunft stets genügend Nachwuchs für unsere Feuerwehr gewonnen werden kann.
Im Jahr 2000 konnten wir uns über besonderen Zuwachs freuen, als Anna und Alfred Sagmeister unserer Wehr beitraten. Damit trat in der Geschichte unserer Wehr erstmals eine Ehepaar in den Feuerwehrdienst ein. Somit wurde seit der Frauenfeuerwehr während des 2. Weltkrieges erstmals eine Frau in den aktiven Stand unserer Wehr aufgenommen. Im selben Jahr trat auch Angelika Trimmel, die schon seit 1998 zusammen mit Lisa Seidel in der Feuerwehrjugend beigetreten war, in den Aktivstand über. Im Jahr 2002 schließlich konnten wir Magdalena Tanzler als neues aktives Mitglied aufnehmen.
Besondere Ehrungen empfingen 1998 drei Kameraden. So wurden unser Ehrenkommandantstell-vertreter Franz Kerschbaumer sowie die Kameraden Johann Fritz sen. und Erich Rehberger sen. mit dem Ehrenzeichen für 40jährige Tätigkeit im Feuerwehrdienst im Rahmen des Abschnittsfeuerwehrtages in Aspang ausgezeichnet.
Auch 1999 gab es wieder Anlässe zu Ehrungen. So wurde im Rahmen des Abschnittsfeuerwehrtages in Aspang unseren langdienenden Kameraden LM Josef Fasching sen., EBI Ök.R. Franz Gausterer, HFM Alfred Seidl, EV Leopold Szivos, LM Franz Ungersböck und EV Karl Ungersböck das Ehrenzeichen des NÖLFV für 50jährige Tätigkeit von Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Josef Huber überreicht. Außerdem wurde unserer Feuerwehr zusammen mit den anderen bei der Unwetterkatastrophe vom August eingesetzten Einsatzkräfte eine Ehrung durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in der Bezirksalarmzentrale in Schwarzau am Steinfelde zuteil.
Im Jahr 2001 erhielt unser Kamerad HFM Johann Aulabauer das Ehrenzeichen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes für 60jährige Tätigkeit im Feuerwehrdienst, unser Ehrenkommandant EHBI Franz Mayrhofer erhielt das Ehrenzeichen für 50jährige Tätigkeit und die Kameraden OV Johann Schwarz, HBM Johannes Kronaus, BM Alois Mitsch, LM Dipl.Ing. Johann Baumgartner und HFM Josef Fasching jun. jenes für 25jährige Tätigkeit im Feuerwehrdienst.
Gratulationen ergingen 1998 an unseren Herrn Pfarrer Leo Putz zu seiner Amtseinführung am 11. Oktober in Edlitz. Zu einer Veränderung auf pfarrlicher Ebene kam es im Jahr 2001, als FKUR Leo Putz die Pfarre Edlitz verließ und durch den Pfarrer von Scheiblingkirchen, Stephan Mitterhauser, ersetzt wurde, der nun sowohl die Pfarre Scheiblingkirchen als auch Edlitz leitet. Als Unterstützung kehrte Kaplan Ulrich Damböck in unsere Pfarre zurück.
Groß war die Freude, als wir im Jahr 2001 in unserer Feuerwehr nach langer Zeit wieder eine Vermählung feiern durften. So heiratete unser Kamerad Vbgm. HFM Franz Gausterer in der Kirche zu Maria Schnee, wo wir dem jungen Brautpaar im Rahmen eines Spaliers die besten Glückwünsche übermittelten.
Eine seltene und daher umso herausragendere Ehrung wollte unsere Feuerwehr aufgrund seiner Verdienste um die FF Grimmenstein-Markt unserem Bürgermeister a.D. BSI Reg.Rat Hermann Bernsteiner zuteil werden lassen. Reg.Rat Bernsteiner wurde 1990 zum Bürgermeister gewählt und musste im Jahr 2001 aus beruflichen Gründen dieses Amt zurücklegen. Unser bisheriger Vizebürgermeister Engelbert Pichler wurde daraufhin zum Bürgermeister und unser Kamerad Franz Gausterer zum Vizebürgermeister gewählt. Aufgrund der während seiner Amtszeit als Bürgermeister erworbenen Verdienste wurde Reg.Rat Bernsteiner mit Beschluss der Vollversammlung vom 4. November 2001 zum Ehrenmitglied der FF Grimmenstein-Markt ernannt. Das Dekret wurde Reg.Rat Bernsteiner im Rahmen der Generalversammlung am 6. Jänner 2002 durch unser Kommando überreicht. Er ist damit nach Ökon.Rat Josef Dienbauer (Abg. zum NÖ Landtag und Altbürgermeister der Gemeinde Thomasberg), Adolf Kapfenberger (Kommandant und Bezirksfeuerwehrrat) und den beiden Altbürgermeistern der Gemeinde Grimmenstein Karl Schrammel und Anton Gneist das fünfte Ehrenmitglied in der 105jährigen Geschichte unserer Feuerwehr.
Im Jahre 1992 verstirbt unser ehemaliger Kommandant Hermann Bernsteiner. Er wird unter großer
Teilnahme der Feuerwehrkameraden zu Grabe getragen. Todesfälle prägen auch die nächsten Jahre. So
müssen wir den Bürgermeistern von Edlitz, Herrn Josef Ernst, und Thomasberg, Herrn Alfred Bauer,
im Jahre 1993 die letzte Ehre erweisen. Ebenso unerwartet war ein weiterer Todesfall eines
Freundes der Feuerwehr im Jahre 1995. Unser Hw. H. Pfarrer Kons.Rat Gerhoch Schmidt, der Jahr für
Jahr die Festmesse anläßlich unseres Pfingstfestes zelebriert und so manche Fahrzeugsegnung
vorgenommen hat, verstirbt am 19. September 1995. Zwei weitere unerwartete Todesfälle überschatten
das Jahr 1998. So verstirbt am 4. März unser Ehrenmitglied Altbürgermeister Anton Gneist in seinem
79. Lebensjahr und kurz darauf am 29. April im 85. Lebensjahr Leopold Fritz, der Gatte unserer
Patin Anna Fritz. Sie alle werden uns stets in guter Erinnerung bleiben.
An dieser Stelle soll auch der tragische Tod von Gruppeninspektor Manfred Schreiner erwähnt werden,
der im Gendarmerieposten Grimmenstein seinen Dienst versah und am 13. August in Unter-Aspang im
Dienst erschossen wurde. Eine Abordnung unserer Feuerwehr rückte zu seinem Begräbnis in
Schwarzau/Stfld. aus.
2000 gab es in unserer Feuerwehr leider wieder Todesfälle. So verstarb am 20. März 2000 unser langjähriger Kamerad und ehemaliger Gruppenkommandant LM Franz Ungersböck in seinem 79. Lebensjahr. Unsere aufrichtige Anteilnahme erging weiters an die Hinterbliebenen unseres ehemaligen Kameraden OFM Wilhelm Muhr, der völlig unerwartet am 16. Oktober 2000 nach einem tragischen Arbeitsunfall in seinem 39. Lebensjahr verstarb. Weiters mußten wir zu Begräbnissen von Kameraden in unseren Nachbarfeuerwehren ausrücken. So verstarben im Jahr 2000 Herr Andreas Stangl von der FF Kirchau und Herr Max Pürrer von der FF Königsberg. Besonders tragisch war der Tod von OBI Franz Pürrer, Kommandant der FF Hochegg und ehemaliger Landessieger im Bewerb um das FLA in Gold, der in seinem 42. Lebensjahr am 15. Juni 2000 nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb. Am 21. Juni 2000 rückte unsere Wehr zum Begräbnis des Kommandanten unserer Nachbarfeuerwehr aus. Sein plötzlicher Tod aufgrund einer Erkrankung an Leukämie hat alle sehr betroffen. Lediglich acht Wochen nach Bekanntwerden der Krankheit verstarb er völlig unerwartet. In der Zeit seiner Erkrankung wurde nachdringlich versucht, geeignete Knochenmarkspender zu finden, woraufhin außerdem ein Blutabnahmetermin mit den Kameraden der Feuerwehren Hochegg, Kirchau und Grimmenstein vereinbart wurde. Eine große Zahl an Kameraden folgte dieser solidarischen und kameradschaftlichen Aktion - leider blieb aber alle Mühe vergebens.
Leider war das Jahr 2001 aber auch von einem Todesfall in unseren eigenen Reihen geprägt. So verstarb am 8. März unser ehemaliger Kommandant-Stellvertreter und langjähriger Zugskommandant unserer Feuerwehr EHBM Adolf Zangl in seinem 63. Lebensjahr. Am 16. März begleiteten wir ihn auf seinem letzten Weg. Weiters mußten wir am 28. September zum Begräbnis von Herrn Johann Ringhofer, eines Kameraden der FF Königsberg, ausrücken.
Am 6. Jänner 1997, auch dieser Tag hat schon lange Tradition, findet die 100. Jahreshauptversammlung im Gasthof Tanzler statt. In dieser Versammlung erinnern wir an die 100jährige Geschichte unserer Feuerwehr mit Auszügen aus Chroniken und Protokollbüchern, und nehmen die Glückwünsche unseres Abschnittskommandanten Brandrat Josef Huber entgegen.
Ein weiteres Ereignis unterstreicht die Bedeutung dieses Jahres. Am 31. Mai finden auf der Sportanlage in Grimmenstein die Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerbe des Abschnitts Aspang statt. 37 Gruppen treten zum Wettkampf an. Im Bewerb um Bronze gewinnt die Wettkampfgruppe Kirchau II mit 395 Punkten, den Bewerb um Silber entscheidet Zöbern I mit 382,2 Punkten für sich. Unsere Wettkampfgruppe schlägt sich tapfer und belegt in Bronze den siebten, in Silber den sechsten Rang.
Den Höhepunkt des Jahres 1997 bildet aber das große Fest zum 100jährigen Bestandsjubiläum unserer Feuerwehr am 28. September, in dessen Rahmen auch unser Feuerwehrhaus und der Gendarmerieposten gesegnet und offiziell durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Innenminister Mag. Karl Schlögl eröffnet und auch das 25jährige Jubiläum der Markerhebung unserer Gemeinde gefeiert wird. Das zu dieser Feierlichkeit aufgestellte Festzelt neben dem neuen Feuerwehrhaus kann kaum alle Gäste fassen. Die Teilnahme der Bevölkerung ist überwältigend. Sie ist persönlich im Rahmen unserer Haussammlung kurz vor dem Festakt mit der Überreichung unserer Festschrift zu dieser großen Feier eingeladen worden. Ebenfalls eingeladen waren viele Feuerwehren. Insgesamt überbringen 21 Feuerwehren mit ungefähr 180 Mann unserer Wehr ihre Glückwünsche zum 100. Geburtstag. Die viele Mühe im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für dieses Fest, als auch im Rahmen der fünfjährigen Bautätigkeit ist mit einer Feier belohnt worden, die für alle, die daran teilgenommen haben, wohl in unvergesslicher Erinnerung bleiben wird.
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